Antiquit�ten Kunsthandel in Berlin und Steinach Anja Ritter Kunsthandel

uerst attraktiver CHRISTOPHE WOLFF - Tisch

Paris um 1760/70

signiert: Christophe Wolff und gestempelt: JME

Rosenholz, Palisander, Königsholz
mit originalen Bronzebeschlägen,
Zarge rundum mehrfach geschwungen,
Deckplatte ebenfalls geschwungen gearbeitet, sowie mit floraler Marketerie verfeinert,
Beine und Zarge mit Edelhölzern und breiten Fileteinlagen intarisiert,

72 x 70 x 50 cm


Christophe Wolff
1720 – 6. August 1795, Meister: 10. Dezember 1755

C. Wolff war ein sehr bekannter Pariser Ebenist mit deutscher Herkunft. Er arbeitete zuerst in der Rue de Charenton und etablierte sich später in der Rue Neuve-Saint-Denis. Sein Œvre ist gekennzeichnet durch eine exzellente Ausführungsqualität. Er war bekannt für seine raffinierte Note in seinen Louis XV. - und Transitionsmöbeln. Auch stellte er einige Möbel mit mechanischen Funktionen her, wie z.B. ein Bureau „en capucin“, das im Louvre zu bewundern ist. Des Weiteren schuf er hochwertige Lackmöbel mit feinsten Chinoiserie-Malereien. Er erledigte vorwiegend Aufträge für die Madame de Pompadour. Nur wenige Möbel von ihm sind signiert.

Museen:

Paris, Arts décoratifs: - ein Paar Louis XV.-Eckschränkchen „á deux portes“,
- eine große Transitionskommode mit einer Marketerie
„de scènes chinoises »

Paris, Cognacq-Jay: - einen kleinen Louis XV.-Sekretär mit Blumenmarketerie

Paris, Louvre: - ein Louis XV.-Bureau „en capucin“, das sich mechanisch
in ein „Bonheur-du-jour“ verwandeln lässt


Der JME – Stempel

Der französische König Louis XV. erließ durch einen Brief im Jahre 1743 eine Verordnung zur Ernennung der Meister unter den Kunsthandwerkern, nachdem sie ihre Lehr- und Gesellenjahren beendet und ihr Meisterstück erfolgreich präsentiert hatten. Dieser königliche Erlass bewilligte die Meister-Titulierung von Ebenisten und Menusièren, welche aufgefordert waren, ihre Stücke von nun an mit ihrem Namen zu stempeln. Eine neu eingeführte Innung der „Jurande des Menuisiers-Ébénistes“ prüfte zudem regelmäßig die Qualität ihrer Arbeiten. Mit dem Prüfstempel JME wurde dies amtlich besiegelt.

 

Literatur: Kjellberg, P.: "Le mobilier français du XVIIIe siècle", Paris, 2008, S. 916

 

 

 


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