Antiquit�ten Kunsthandel in Berlin und Steinach Anja Ritter Kunsthandel

Dresdener Barockschreibtisch

Dresden, um 1750
Nussbaum, Nussbaumwurzel und Zwetschgenholz auf Nadelholz furniert,
Korpus mit fünf Schüben,
mit originalen Bronzebeschlägen

79 x 124 x 64 cm
 

Die Dresdener Möbelkunst des 18. Jahrhunderts stand in engem Zusammenhang mit der hohen Qualität aller künstlerischen Bereiche, vor allem der Architektur dieser Zeit. Kurfürst Friedrich August I., der Starke baute Dresden zu einer der führenden europäischen Residenzen aus und unter seinem Sohn, dem Kurfürsten Friedrich August II., der von seinem Vater unter anderem einen geschulten Stab von Kunsthandwerkern übernahm, kam das Dresdener Rokoko zu seiner vollen Blüte. Umfangreiche Schlossanlagen wie Schloss Pillnitz, Moritzburg, Großsedlitz, das Japanische Palais waren in Planung und sind auch teilweise ausgeführt worden, worunter der Zwingerbau zu den architektonischen Höchstleistungen zählt. Diese groß angelegten, prunkvollen Bauunternehmen zogen eine enorme, künstlerisch gleichwertige Möbelproduktion nach sich, die Dresden zu einem führenden deutschen Möbelzentrum werden ließen. So sind für diese Schlösser als auch für die Einrichtungen des Dresdener Residenzschlosses, sowie des Grünen Gewölbes neue Möbeltypen gebaut worden, worunter vor allem die Schreibmöbel noch heute beliebte Sammlerstücke darstellen.

Ebenso ist auch unser wunderschöner Barockschreibtisch, der wie die meisten Dresdener Möbel von einer zurückhaltenden sachlichen Noblesse geprägt ist, ein Dokument dieser florierenden Dresdener Kunstperiode. Sein herrliches Furnierbild aus Nussbaum und Zwetschgenhölzern bildet einen stimmigen Einklang mit der mehrfach geschweiften und profilierten Deckplatte und den reich verzierten Bronzebeschlägen an Schüben und Beinen. Von hoher Qualität zeugen auch die querverleimten Nussmaserfriese, die die fein strukturierten Nusswurzelreserven umranden, sowie der querverleimte Sims aus Pflaumenholz. Weiterhin bieten die fünf Schübe den nötigen Stauraum für allerlei Schriftverkehr und dergleichen mehr.


Ein Vergleichsmöbel befindet sich zudem auf Schloss Moritzburg. Zu finden in:

Haase, Gisela: „Dresdener Möbel des 18. Jahrhunderts“, 1993, S. 304, Abb. 119

 
 


Großansicht (als hochauflösendes PDF, ideal zum ausdrucken)

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Anja Ritter Kunsthandel
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