Antiquit�ten Kunsthandel in Berlin und Steinach Anja Ritter Kunsthandel

Hochbedeutendes Paar Louis XVI.- Fauteuils

aus einer österreichischen Meisterwerkstatt, um 1780

Buche, weiß gefasst und teilvergoldet,
Fassung übergangen, neu bezogen und gepolstert
mit reichem Schnitzdekor,
mit vier kannelierten Rundbeinen, gebauchter Zarge und
profilierten Armlehnen in Rollvoluten endend,
ovale, nach hinten geneigte Rückenlehne
mit bekrönendem, durchbrochen gearbeitetem Schnitzdekor

102,5 x 64 x 48 cm

Provenienz: Prof. Hans-Siegfried Schuster † (dtsch. Orientforscher)
 

Hochbedeutendes Paar Fauteuils aus der Zeit Josephs II. von Österreich von perfekter Qualität und Eleganz, in sehr gutem Erhaltungszustand. Mit originalgetreuer Weiß-Gold-Fassung, die einen traumhaften Anblick bietet. Das üppige und äußerst fein ausgeführte Schnitzdekor beweist eine hohe Ausführungsqualität. Eine filigran herausgearbeitete Perlenschnur rahmt zum Beispiel die Polsterung der Rückenlehne. Durch die Teilvergoldung wunderschön in Szene gesetzt werden vor allem die feinen Rosetten an der Frontseite, die Kanneluren an den zusätzlich profilierten Armlehnen und den Beinen, sowie die für ihre Zeit typische, durchbrochen gearbeitete Louis XVI.- Schleife, die der Rückenlehne einen bekrönenden Abschluss gibt. Weitere Highlights bilden ebenso die edel vergoldeten Palmettenfüße, sowie der feinst geschnitzte Lorbeerzweig, der die leicht geschwungene Zarge unterstreicht. Höfische Luxusmöbel waren sowohl im Rokoko als auch im Klassizismus meist gefasst.

Wir haben großen Wert darauf gelegt, das ursprüngliche Erscheinungsbild, so wie sich dieses Paar Prunkfauteuils, um 1780, dem Kreis seiner erlauchten Betrachter darbot, durch eine dem Original verpflichtende Restauration, wie sie auch für die Mehrzahl der Museen üblich ist, wieder zu erlangen.

Eine fotografische Restaurationsdokumentation demonstriert beispielgebend die hierzu notwendig gewesenen Arbeitsschritte und zeigt, mit welch verantwortungsvoller Pflicht die Arbeit des Restaurators – als Wahrer der Geschichte - zu bewerten ist.

Zwei hochhöfische Sitzmöbel zum bewundern und wohlfühlen. Weiß-gold-gefasste Möbel wie diese waren vor allem in österreichischen Schlössern wie der Wiener Hofburg oder dem Schloss Schönbrunn vorzufinden, aber auch in den höfischen Schlössern von Potsdam und Berlin war diese Art der Verschönerung von Sitzmöbeln sehr beliebt.


Literatur: E. Iby/ A. Koller: „Schönbrunn“

 

 


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Anja Ritter Kunsthandel
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