Antiquitäten Kunsthandel in Berlin und Steinach Anja Ritter Kunsthandel

Seltener Aufsatzsekretär

- Lady´s escritoire -

England, George III. (um 1770)

 

zuzuschreiben der Gruppe schwedischer Ebenisten um GEORG HAUPT und CHRISTOPHER FÜRLOGH während ihrer Zeit in London

Königsholz, Nussbaum, Birnbaum, Platane, Ahorn,
Tulpenholz und andere Hölzer furniert
Innenleben: Mahagoni massiv
dreiseitige Marketeriearbeiten mit exotischen Vögeln, Blüten und Früchten
außergewöhnlicher Formenduktus
raffinierter Trickmechanismus
ausgezeichnete Verarbeitung

Maße: 179,4 x 99,7 x 49,9 cm

 

           

Das Oberteil unseres außergewöhnlichen Aufsatzsekretärs zeugt mit seiner zweitürigen, rechteckigen Form von einer eher strengeren Formgebung, die jedoch von der leichten, verspielten Art des Marketeriebildes mit seinen ver-schiedensten, durch vielerlei Holzarten sehr farbig gestalteten Blumen und Blättern, sowie den Schwüngen und Schleifen in der inneren Rahmung wieder aufgelockert und gemildert wird. Das Innenleben mit Fachböden und zwei kleinen Schüben aus massivem Mahagoniholz lässt die englische Wertarbeit erkennen, die jedem Möbelkenner bekannt ist.
Das durch seine geschwungene Form und seine Cabriole-Beine von einer Leichtigkeit geprägte Unterteil des Sekretärs weist das schönste aller Marketeriebilder auf seiner Schreibplatte in Form eines in den farbigsten Hölzern eingelegten Fruchtkorbes auf, das von feinstem strukturiertem Königsholz und weiteren kunstvollen Intarsien in Form von zusätzlich gravierten Rocaille-Elementen gerahmt wird.
Das an den Kanten auf Gärung geschnittene Furnier zieht sich sogar an den eleganten Beinschwüngen bis zum Boden und lässt so die Hochwertigkeit dieser Furnierarbeit erkennen. Das Innenleben des unteren Sekretärteils ist von mehreren Fächern und Schüben geprägt, die eine kleine Tabernakeltür in der Mitte mit ebenfalls zierlichen Blumenintarsien umgeben, hinter der sich wiederum noch kleinere Schübe verbergen. Weiterhin findet man an beiden Seiten des Möbels jeweils einen Schub, die mit dem dazugehörigen Schlüssel zu verschließen sind.

Schreibtische und –schränke waren im 18. Jahrhundert modische Einrichtungs-gegenstände für ein Arbeitszimmer oder eine Bibliothek, die suggerierten, dass ihr Besitzer wohlhabend und gebildet war, eine Person also, die einen speziellen Platz brauchte, um ihre Papiere oder per-sönlichen Kostbarkeiten unterzubringen.

Ein in Formengestalt und Ausführung sehr ähnliches Vergleichsmöbel befindet sich im Victoria & Albert Museum in London unter der Museumsnummer W.2:1 to 7-1962., auch aufgeführt in M. Tomlin: „English Furniture“, London, 1972, Abb. 147.

 

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Anja Ritter Kunsthandel
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